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Seelenwort: Freiheit

Trotz der Enge habe ich mich nie beengt gefühlt. Es war unbequem. Doch lasse ich mich freiwillig auf etwas ein, sehne ich mich nicht nach dem bequemeren Leben, vergeude keinen Gedanken daran. […]

Den meisten Menschen bleibt unverständlich, wie ich viereinhalb Jahre zu zweit auf einem kleinen Schiff leben konnte. Um mich herum war immer die Weite des Meeres.

Nicht das Schiff ist eng, es ist die innere Enge der Menschen, die sie nicht an Land zurücklassen, wenn sie an Bord gehen; ihre Weigerung, im Verhalten [des anderen] den Spiegel zu sehen, ihre Neigung, Schuld grundsätzlich bei anderen & äußeren Verhältnissen zu suchen, wo es doch nicht um Schuld, sondern um die eigene Verantwortung geht.

Freiheit wird uns nicht von außen zugestanden.

Sie ist eine innere Haltung.

Auszug aus dem wunderbaren Buch „Die Gabe der Seenomaden“ von Milda Drüke, 2002, S. 109

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